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Gemeinde Hepstedt, Samtgemeinde Tarmstedt


Die Hofchronik der Familie Viebrock

 

Bis 1816 lässt sich der Betrieb in den einzelnen Generationen zurück verfolgen.

Der Name hat sich in der Vergangenheit viermal verändert.


Im Jahr 1816 gründete das Ehepaar Johann Brase und die Ehefrau Wübke Brase geb. Seeger eine neue

Existenz in Form einer Hofstelle von 0,8 ha.

In dieser Zeit lebte die Familie mit sechs Personen von zwei Pferden, zwei Kühen, ein Rind und fünf Hühnern.


Nach dem frühen Tod durch die Schwindsucht 1836 des Bauern Johann Brase musste die Ehefrau mit

dem 18 jährigen Sohn die Anbauerstelle allein bewirtschaften.


Der Sohn Johann Brase übernahm den Betrieb 1850 und heiratete im gleichen Jahr Gesche Jagels,

die Tochter des Schmieds Peter Jagels aus Hepstedt.


Im Jahr 1875 übernahm die älteste Tochter Tibke Brase den Hof und heiratete den Anbauern

Hermann Brandt aus Stapel.

 

Bis 1904 wurde die Familie nur von der Landwirtschaft ernährt.


Der älteste Sohn Johann Brandt führte mit 25 Jahren 1904 den Betrieb weiter.

Er übte neben der Landwirtschaft das Tischler -und Zimmerhandwerk aus.


1905 heiratete er Katharina Haase aus Hepstedt.

Aus dieser Ehe gingen drei Töchter hervor.

Landwirtschaft und Handwerk wurden ständig erweitert.


Die älteste Tochter übernahm den Betrieb 1935 und heiratete den Landwirt Johann Hastedt aus Ostereistedt.


Der 2. Weltkrieg 1945 im Mai vernichtete alles.


Die Engländer haben Hepstedt von Tarmstedt kommend angegriffen und später auch eingenommen.

Sieben Höfe sind dabei völlig vernichtet worden.


Mein Großvater baute mit Unterstützung vom Schwiegervater, Nachbarn und anderen

Gemeindemitgliedern eine neue Hofstelle.


Um den kleinen Hofplatz besser auszunutzen wurde damals ein Wohnhaus quer mit dem

Wirtschaftsgebäude verbunden gebaut. Das Wirtschaftsgebäude war eine Diele mit einem

Anbindestall für das Rindvieh auf der einen Seite und gegenüber waren drei Pferdestalle mit

Vorratskammer geplant. Der Lagerraum für das Winterfutter war unter dem Dach.


Ein Sauenstall für zehn Plätze ist im Krieg stehen geblieben.


Die Werkstatt für die Tischlerei wurde nicht wieder aufgebaut.


Mein Großvater vergrößerte den Betrieb mit einer landwirtschaftlichen Nutzfläche von 15 ha.

Die Heideböden wurden durch Meliorationen ständig fruchtbarer gemacht.

Das Grünland wurde durch den Bau von Vorflutern entwässert, lehmhaltiges Ackerland

wurde drainiert um eine sichere Ernte zu gewährleisten.


Die älteste Tochter übernahm den Betrieb 1966.

Ihr Bruder verzichtete auf den Betrieb und studierte Jura und Betriebswirtschaft.


Meine Mutter heiratete 1962 den Landwirt Johannes Viebrock.

Meine Eltern bauten die Wirtschaftsgebäude aus, vergrößerten die Betriebsfläche auf nunmehr 42 ha.


1971 wurde ein Rindviehstall mit einer Scheune gebaut.


Die Hoffläche wurde um 0,3 ha vergrößert, um in Zukunft die Wirtschaftsgebäude auszubauen.


1989 musste aber wegen der Immissionsschutzauflagen ein Schweinestall im Außenbereich (1 km vom Wohnhaus entfernt)

gebaut werden. Die Hoffläche im Außenbereich ist ca. 0,22 ha groß.


Friedhelm Viebrock




Friedhelm Viebrock