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Gemeinde Hepstedt, Samtgemeinde Tarmstedt



Kaiserurkunde Heinrich II 1004


Im Namen der Heiligen und Unteilbaren Dreieinigkeit Heinrich

König von Gottes Gnaden, wünschen:


Die Gemeinschaft der ganzen Heiligen Kirche Gottes und unserer Gläubigen jetzt und in Zukunft soll wissen, daß die ehrwürdige Äbtissin Frederuna und ihre Schwester, Gräfin Imma, mit Hilfe des Grafen Gero jenes Kloster gegründet haben, das der Heiligen Mutter Gottes und Jungfrau Maria gewidmet ist und daß sie alle dazugehörigen Besitztümer als da sind:


Kemitau, Hegen, Barigi, Tundirium, Othere, welche in Tilithi sind, Uarstau, Aun, Setila, Hepstidi und alle Gebiete, die in der Grafschaft des Herzogs Bernhard gelegen sind, in dankbarer Gesinnung übertragen haben.


Daher haben sie, die sich an unsere Königliche Majestät demütig gewandt haben, darum gebeten, daß wir jenes Kloster unter unsere weltliche Herrschaft und unseren Schutz nähmen und ein derartiges Vorrecht der Freiheit und des Gesetzes einräumen, wie es auch für Gandersheim, Quedlinburg und Herford als gültig angesehen wird, das wir, wie es die Gesamtheit der Gläubigen wissen soll, auf Verlangen des Bischofs Theodorus von Minidonensis- (Minden) eingeräumt haben.


Im Hinblick auf dieses haben wir bestimmt, daß das vorgenannte Kloster und Abtei durch unser Zugeständnis zur Verfügung der obengenannten Äbtissin und ihrer Schwester, der Gräfin, verbleiben, solange sie leben. Nach dem Tode beider soll die nämliche Abtei aber ununterbrochen unserem Rechtsbereich verbleiben. Darüber hinaus aber wollen Wir, daß keine hochgestellte oder geringe Person Unseres Reiches in jener Abtei Recht spricht oder in seinem Sinne eine Beschwerde vorbringt oder eine öffentliche Funktion ausübt, außer dem Vogt der Äbtissin und den Heiligen Nonnen. Daher gestatten Wir auch durch Unsere königliche Macht in Bezug auf jene Abtei, daß die Heiligen Nonnen ihres Klosters nach dem Tode der Äbtissinnen die Erlaubnis haben sollen, sich eine fähige Person auszuwählen.




Feier 1000 Jahre